Eventbericht – St.GEORG Tag des Wissens im Haupt- und Landgestüt Marbach

Für den Wissensdurst bei Reitern

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In der heutigen Zeit meldet man sich mehr oder minder freiwillig bei einigen Newslettern an, häufig geschieht das im Zuge von Gewinnspielen und vergisst dann diese häufig wieder zu deabonnieren. So traf Ende Mai ein Newsletter einer Firma in mein Postfach ein, den ich nicht löschte sondern las und darin wurde ein Reitsport-Event angekündigt, von dem ich zuvor noch nie gelesen hatte. Das machte mich neugierig.

Die Veranstaltung namens „St.Georg Tag des Wissens“ richtete sich an alle, die ihren Wissenshorizont erweitern und von renommierten Referenten lernen wollen. Das klang schon mal ansprechend. Noch interessanter klang das Programm und ich trug den Termin sofort in meinen Kalender ein.

Es gab an dem Tag noch andere Veranstaltungen, die mich ebenso interessierten und ich konnte mich zuerst nicht entscheiden, was mir lieber wäre. Ich versuchte mein Glück bei einem Workshop und wurde angenommen. Das bedeutete zugleich, dass ich auf alle Fälle auf dem Haupt- und Landgestüt Marbach vor Ort war, doch ob ich alles zu sehen bekam, was geboten wurde, bezweifelte ich. Damit sollte ich Recht behalten, was einerseits sehr schade ist, doch andererseits hatte ich so viel Neues zum lernen, das ich in Zukunft sehr gut gebrauchen kann.

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Wie der aufmerksame Blogleser mitbekommen hat, besuchte ich in letzter Zeit während mancher Hengst- und Fohlenschau andere Gestüte, doch in einem Landes- bzw. sogar Hauptgestüt bin ich nicht gewesen. Wobei ganz korrekt ist das nicht, vor ungefähr zwanzig Jahren bin ich schon mal auf einem Landgestüt gewesen.
Das Haupt- und Landgestüt Marbach ist mir seit Jahrzehnten ein Begriff, nur hatte ich es noch nie dorthin geschafft. Nun sollte es soweit sein und ich hatte mir rechtzeitig ein romantisches Landhotel [Werbelink] gebucht, denn die Fahrt dahin dauert ein paar Stunden und lieber fahre ich am späten Abend, wenn die Autobahnen frei sind. Das spart Zeit und Nerven.

Meine Nerven wurden in der Nacht allerdings arg strapaziert, denn das Zimmer entpuppte sich als Brutstätte für blutsaugende Schnaken und ich verbrachte eine wahre Horrornacht in einem eigentlich sehr netten und überaus Pferde-orientierten Hotel. Bis um vier Uhr Morgens wurde mein Schlaf ständig unterbrochen vom nervigen Summen der Stechfliegen, die ich einzeln eliminierte. Zerstochen war ich trotzdem.

Am kommenden Tag war ich erstaunlicherweise dennoch nicht müde, vermutlich aufgrund so mancher Adrenalinspitzen. Die erste kam als ich runter zum Frühstücksraum lief. An einem Tisch saß eine Reiterin, die ich sofort erkannte und am Büffet stand ihr Vater, dem ich freundlich einen Guten Morgen wünschte. Es war die Familie Balkenhol, die sich ebenfalls in das Hotel einquartiert hatte und am Nachbartisch beim Frühstück saßen.
Leider gehöre ich nicht zu den mutigen Menschen, die dann gleich ein Autogram wollen oder zumindest das Gespräch suchen. Andererseits muss man auch bekannten Reitern ihre Privatsphäre lassen und sie nicht überall bedrängen, gerade wenn die ganze Familie zusammensitzt, wäre ich nur ein Störenfried gewesen. Dann steht halt wieder ein Strich auf der Liste der verpassten Chancen.

Ganz und gar keine verpasste Chance war dann der Tag bei meinem Workshop, der mir sehr viel Spaß und viele neue Erkenntnisse einbrachte. Dabei lernte ich auch eine bekannte Person aus der Pferdewelt persönlich kennen und freue mich, wenn ich ihn wieder treffe.

DSC08030_1Vom Tag des Wissens bekam ich wegen dem Workshop leider nicht so viel mit, erst am Ende konnte ich mir die zwei Vorführungen von Uta Gräf und Stefan Schneider ansehen. Zuerst ritt Uta Gräf einen jungen Wallach namens Designer, dem es in seinem jungen Dressurpferdeleben wohl nicht besonders gut ergangen war und nun bei ihr sein ganzen Potential entfalten kann. Es war wirklich eine schöne herzliche Beschreibung ihres neuen Nachwuchspferdes, mit dem sie nicht geahnte Erfolge sammeln kann. Wer weiß wie weit es die beiden noch schaffen werden. Ich würde mir sehr wünschen, dass so sympathische pferdefreundliche Reiterinnen wie Uta es bis ganz an die Spitze schaffen.
Ihren Mann Stefan Schneider sah ich genau wie sie zum ersten Mal live. Er reitet im Bereich Working Equitation und hatte ein Pferd, dass wunderbar piaffieren konnte. Beide zeigten zusammen mit einem ihrer Bereiter, die Unterschiede in den Lektionen zwischen FN-Dressur und Working Equitation, bei der es viele Gemeinsamkeiten gibt. Was sich als besonders praktisch erwies, ist die Abhärtung von Pferden durch die ganzen Hindernisse. Eine Stierfigur in der Reithalle sorgte für keinerlei Schreckhaftigkeit bei den Pferden und sogar Uta übte sich mit ihrer Reitgerte im Ringstechen.
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Die Reithalle auf dem Gestüt war den Tag über, an dem es sehr heiß und sonnig war, der Ort des Geschehens. Es gab noch eine zweite Halle in der es Vorträge und Diskussionsrunden über ganzheitlichen Behandlung von Lahmheiten gegeben hatte. Das wäre gerade für mich mit einem „Baustellen-Pferd“ besonders interessant gewesen. Leider klappt es zeitlich nicht. Ebenso verpasste ich leider Anja Beran und die Balkenhols, was sehr schade war.

Ich hoffe daher sehr, dass der Tag des Wissens von der Zeitschrift St.GEORG im kommenden Jahr wiederholt wird, er fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Sehr gerne wieder auf dem Gestüt in Marbach, denn das ist definitiv eine Besichtigung wert. Wobei man es zu anderen Veranstaltungen ebenso besuchen kann, was ich bei Gelegenheit tun werde, vor allem um die dortige Pferdezucht anzusehen, inbesondere weil sich das Gestüt für die bedrohte Haustierrasse dem Altwürttemberger in einem Zuchtprogramm einsetzt.
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