Produkttest – Die RidersDeal-Reitleggings

Der Duft der großen weiten Produktionswelt

CE032CF7-0D7B-47E4-933F-11B6366FF805Eine Reitleggings, was ist denn das? – Würde sich der Reiter im Jahre 1998 fragen. Im Jahr 2018 steht man sehr uncool da, wenn man keine sein eigen nennt. Jedenfalls, wenn man sich in den hippen Erlebniswelten im Internet bewegt. Wo wenn nicht bei RidersDeal [Werbelink] wird auch auf den schnellen Zug der Trends aufgesprungen? Sie sind zwar damit nicht die ersten auf dem Markt, aber vermutlich diejenigen, die gefühlt die größte Reichweite haben und womöglich den höchsten Umsatz machen.

Nun denn, auch eine #instaomi läßt sich beeinflussen und probiert was Neues aus. Schließlich habe ich Erfahrung mit eng anliegenden Strampelhosen aus meiner Rennradelzeit, damals als ich noch für meine Verhältnisse sportlich war. Bin ich inzwischen nicht mehr und so schob ich den Kauf einer Reitleggings bisher weit von mir. Warum? Reitleggings verzeihen nicht, gar nicht!

Ich hätte es besser wissen müssen, das alte #instaomi Fleisch in ein dünnes Stöffchen gesteckt, wird womöglich fatal enden? Ich bestellte trotzdem, war grade Mittagspause als die Aktion aufpoppte. Vielleicht hatte ich besser erst etwas essen sollen, denn wups hatte ich gleich drei davon im Warenkorb. Ganz ohne Severabsturz. Die Farben waren klasse, ich bestellte schwarz, grau und navyblau. Innerlich freute ich mich schon tierisch aufs auspacken. Darauf musste ich nicht lange warten, denn zwei Tage später hatte ich sie in meinen Händen. Ich war sowas von gespannt, als ich die Tüte öffnete!

43294E5F-73B7-4729-8FFE-1B49181C2BFAHeraus kamen drei Hosen, die farblich wie schon bei den zweiten Reithosen zum Glück mit den Onlinebildern übereinstimmten. Erfreut probierte ich die blaue an. Sie passte! Auf den ersten Moment war es super, alles extrem elastisch und der breite Bund sehr angenehm. Wie eine Turnhose bot sie die freie Beweglichkeit.
Nur im zweiten Moment fing ein Zwicken auf der Haut an und ein ziemlich unangenehmer Geruch zog von der Hose in meine Nase. Puh, sie stank voll nach Gummi noch schlimmer als ein Fahrradschlauch, mein Freund meinte es roch nach Schaumstoff.

Ich lief vor den Spiegel und in ein anderes Licht und war tatsächlich nicht sonderlich begeistert. Wie erwartet, zeigte sie nun mal je nach Lichteinfall was zu sehen ist! Mogelpackung unmöglich! Naja, das wäre bei jeder anderen engen Strampelhose das gleiche.
Nur leider war dieser ekelhafte Geruch nach paar Minuten nicht zum aushalten und ich war froh sie wieder auszuziehen. Meine Haut roch noch später danach, was mir die Bestätigung für meine spotane Entscheidung gab, die Reitleggins gehen wieder zurück!
So ein Gummizeug dünstet die Weichmacher in der Regel noch längere Zeit aus. Gesund ist etwas anderes. Ich will mir gar nicht erst die die indischen Näherinnen bei der Produktion vorstellen! Eigentlich sollte man sowas nicht unterstützen, aber so konsequent ist kaum einer. Grade im Reitsportbereich ist öko wenig im Trend, alles muss glitzern und billig sein! Ich schweife ab…

In der Länge war die Reitleggings deutlich kürzer als die Reithosen, was sehr gut ist. Bei den Reithosen ist das eher im Sinne von man passt rein und muss nichts abschneiden, weil man sonst drüber fällt, aber eigentlich sind sie zu lang.
Ich frag mich, ob die Beine von jungen Menschen, die definitiv die Hauptzielgruppe von RidersDeal ist, wirklich länger sind, als die der Menschen die vor zwanzig Jahren jung waren? Wenn das der Fall ist, warum schneidern andere Reithosen-Hersteller sie nicht länger? Mir ist es sehr wichtig, dass sie es nicht tun und ich kenne Altersgenossinnen, die in beide Richtungen tendieren, länger wie kürzer. Daher es ist gut, wenn es verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Längen gibt.
Trend hin oder her und so angenehm ein dünnes Höschen bei höheren Temperaturen sein mag, die RidersDeal-Reitleggings Edition One war auf den ersten Moment genauso ein Reinfall für mich wie die Reithose vom letzten Jahr.

Ich schlief eine Nacht drüber und war am nächsten Tag unschlüssig, ob ich eine Hose nicht besser waschen sollte, nur um sicher zu gehen und es nicht zu bereuen. Mag sein, dass der Stoff nach einer Wäsche anders riechen wurde. Also probierte ich es. Mit viel Weichspüler wusch ich die schwarze Hose. Die Farbe hatte ich deshalb ausgewählt, weil schwarz zu allem passt und sich vermutlich leichter verkaufen läßt, sollte ich sie danach noch immer nicht behalten wollen.
D4D4497C-55FB-4CC2-B353-6C6BFB1F29C1Übrigens soll man Pikeur-Reithosen nicht mit Weichspüler waschen und in der Reitleggins stand etwas von milden Waschmitteln. Ich ging auf Risiko und nahm in Kauf, eine unbrauchbare Hose aus der Maschine zu ziehen. Dies passierte zum Glück nicht! Im Gegenteil, sie kam einwandfrei raus und roch sehr gut, eben nach Weichspüler. Selbst nach dem Trocknen und paar Tage später, war der Duft vorhanden und dieser für mich widerliche Gummigeruch war nicht mehr wahrzunehmen. Das hatte also geholfen!

Ich probierte die Hose nochmal an. Anfangs war es angenehm und der hohe Bund ist sehr vorteilhaft, wie eine Art Bauch-Weg-Hose! Ich lief durch die Wohnung und irgendwie fing es wieder auf der Haut an zu kribbeln. Komisch, hatte ich schon lange keine Strumpfhose mehr getragen, so war dieses Gefühl auf Dauer nicht wie ich mir eine luftige Sommerreithose vorstellen würde.

Zum Vergleich zog ich meine lange Radlerhose an und bemerkte sofort den Unterschied. Die Radlerhose saß viel angenehmer auf der Haut, schön weich und es fühlte sich luftig an, denn der Stoff ist ein ganz anderer. Zudem ist sie schon hundertmal gewaschen worden.
2691B73B-E2C5-4076-A24D-00EC521DF629Schade, dass die Reitleggings nicht aus dem gleichen Material ist. Sie fühlt sich nach paar Minuten wärmend an und bei weitem nicht so leicht auf der Haut, wie es die Radlerhose tat. Ich war noch immer nicht richtig zufrieden mit dem Polyesterding, aber abgesehen vom Geruch vor der Wäsche, war ich positiv von der Passform überrascht worden.
E27D8027-1BB9-4A78-B460-C31B6E6B3F99Vielleicht ist sie gar nicht so für den warmen Sommer gedacht, wie ich es annahm? Bei etwas frischeren Temperaturen würde mich der „Wärmeeffekt“ weniger stören. Andererseits muss man bei mancher Kleidung aufpassen, denn es gibt auch Kontaktallergien gegen die ganzen Chemikalien mit denen die Stoffe gefärbt sind.

Momentan denke ich, die schwarze bleibt als „Testhose“ und die anderen verkaufe ich vermutlich. Mal sehen.

Ihr wartet sicherlich schon sehnlich auf den zweiten Teil des Testberichts für die Reithose? Der kommt bald!

[Beitrag enthält unbezahlte Werbung und Verlinkungen ohne Beauftragung dazu;
kommerzielle Werbung und Verlinkungen wurden gekennzeichnet.]

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