Produkttest – PacerApp von Horseanalytics

Trainingsapps für Reiter und die Bodenarbeit

4DD223C8-5C1A-4805-B018-4A34019885AFIn den letzten Jahren hat sich im Zuge der Digitalisierung und Entwicklung von praktischen Handy-Apps für den Alltag, auch eine Weiterentwicklung in Sachen digitaler Aufzeichnung des Pferdetrainings ergeben. Inzwischen gibt es mehrere Anbieter auf dem Markt, die kostenlose und kostenpflichtige Apps anbieten, damit man sein Training mit dem Pferd besser analysieren kann. Ich möchte gerne ein paar dieser sogenannten ‚Wearables’ testen und starte heute mit dem ersten Test der PacerApp von Horseanalytics.

B362D24A-F706-4756-BEED-B7346C13E83AObwohl ich von der PacerApp schon einige Monate zuvor gehört hatte, habe ich sie erst Ende Januar zum ersten Mal ausprobiert und war ganz fasziniert davon, was man alles tracken kann. Es werden die verschiedenen Gangarten aufgezeichnet, die jeweiligen Zeiten, die Rechts-/Linksverteilung über die Gesamtzeit und in den Gangarten, weiterhin die Anzahl der Übergänge, ein Geschwindigkeitsdiagramm, über Google Maps die gelaufenen Wege und eine Gesamtanalyse über die letzte 7 bzw. 30 Tage.

Die App kann man sich kostenfrei in den AppStores für iOS oder Android herunterladen. Die Menüführung fand ich weitestgehend selbsterklärend und bin für den ersten Test einfach selbst paar Runden durch die Wohnung gelaufen, ohne zu galoppieren selbstverständlich. Die Zeiten in denen ich Pferdchen gespielt habe, sind lange vorbei. Beim ersten Praxistest habe ich das Handy meinem Pferd beim Spaziergang in einer Bauchtasche um den Hals gehängt und sie zwischendurch unterbrochen und neu gestartet, um zu sehen ob das Handy auch im Freien durchwegs Netzempfang hatte. Das war der Fall, nur die Grafik sah durch die mehreren Aufnahmen etwas seltsam aus.021E8E49-180D-46DF-98E8-8BA020D07DA9

Für den richtigen ernsthaften Test wählte ich die Bodenarbeit und nicht das Reiten aus. Grund dafür war meine Neugierde, ob es auch hierbei funktioniert und nicht nur beim Reiten, was andere Leute schon gezeigt hatten. Auf meinem Instagramaccount hatte ich vorab eine Storyumfrage gemacht, dabei klickten 1/3 an die App zu verwenden und nur eine einzige Person gab an, die App zumeist beim longieren zu verwenden. Alle anderen nutzen sie hauptsächlich beim Reiten. Außerdem soll es weitestgehend egal sein wo das Handy angebracht wird. Daher wollte ich es unbedingt zuerst am Boden testen. Nur wohin mit dem Handy? Ich besitze weder die Schabracke der Firma noch eine andere mit Tasche. Wie beim Spaziergang steckte ich das Handy in eine Bauchtasche und schnallte es meinem Pferd um den Hals. 

Wer mein Pferd von Instagram kennt, weiß dass er sich grundsätzlich in der Longierhalle hinlegen muss. Er macht das sofort zu Beginn und häufig mehrmals. Also bekam er mein teures Handy erst um, nachdem er damit fertig war. An dem Tag sind wir zuvor eine Runde spazieren gegangen, dennoch habe ich zuerst im Schritt angefangen. 

2375A6BA-76BA-4545-BDE6-7261D1F26FC0In der Grafik wird Stehen in Grau, Schritt in Türkis, Trab in Lila und Galopp in Gelb angezeigt. Mein übereifriges Pferd ist zu Beginn gleich zweimal angetrabt, was normalerweise kein Problem ist, denn durch einen 20-minütigen Spaziergang kann er gleich loslegen. Als er dann noch weitere Male antrabte, war klar, er will endlich loslegen. Ich ließ ihn auf beiden Händen traben und nahm später den Galopp dazu. Die Aufzeichnung passt weitestgehend zu dem wie mein Pferd gelaufen ist. Die zwei kurzen gelben Streifen am Ende, sind mir nicht ganz klar. Ich glaube da wurden Wendungen auf der Hinterhand als Galopp angezeigt. Was ebenfalls nicht unterschieden werden kann, ist vorwärts oder rückwärts. Es könnte sein, dass es sogar als Trab oder Galopp angezeigt wird. Das werde ich im Auge behalten. Insgesamt hat die App die verschiedenen Gangarten gut unterschieden.799E1631-041D-4278-B6E0-64D56D190136

Zur Geschwindigkeit gibt es eine weitere Grafik, die aber in ihrer km/h-Angabe sicherlich nicht stimmt, denn mein Pferd galoppiert gewiss nicht in max. 6,4 km/h. Die gelaufene Wegstrecke ist ebenfalls nicht genau, denn in der Longierhalle ist mein Pferd meistens außenherum gelaufen und nicht querbeet in der Mitte, nur so exakt funktioniert die Standorterkennung nicht bei Google.7B99010D-CDD8-4040-9C7B-8E899CF03527.jpeg

In der Detailanalyse kann man sich die Rechts-/Linksverteilung in den einzelnen Gangarten ebenfalls anzeigen lassen, was super spannend ist. Damit überprüft man sich selbst, ob auf beiden Händen gleichmäßig trainiert oder, wenn das notwendig ist, eine Seite bevorzugt trainiert wird. Ich denke diese Verteilung müsste man auf längere Zeit beobachten, um daraus einen Schluss zu ziehen, ob die Lieblingsseite unbewusst mehr trainiert wird.CB2C7B5B-1E48-43E9-8126-5A24BAC910B1.jpeg

Weiterhin zeigt die Dateianalyse an, wie viele Übergänge man insgesamt und in den einzelnen Gangarten gemacht hat. Wir wissen alle, Übergänge sind das Mittel im Pferdetraining, um die Hinterhand zu kräftigen und somit unterstützt diese App genau das. Ob die App tatsächlich alle Übergänge erfasst hat, bin ich mir nicht ganz sicher, dazu müsste ich mitzählen oder es filmen.F37032BE-A073-4CD9-9EC8-9FC6260211A0.jpeg

Mein Fazit ist, die PacerApp ist eine prima Sache und bietet ganz neue Trainings-Einblicke. Wenn es keine bessere gibt, dann werde ich diese sehr gerne weiterhin verwenden. In der Storyumfrage hatten einige von euch Equilab empfohlen, die kommt als nächstes in den Test.

 

[Beitrag enthält unbezahlte Werbung und Verlinkungen ohne Beauftragung dazu.]

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